Jean Corrneck (Zimbabwe)


Peacewomen

«Etwas Dauerhaftes in Simbabwes sich ständig verschlechternder Wirtschaft zu schaffen, schien zu diesem Zeitpunkt fast unmöglich, aber durch Beten ist alles möglich. »

Jean Corrneck war fast ihr ganzes Arbeitsleben als Sozialarbeiterin und Krankenschwester tätig, spezialisiert auf psychiatrische Pflege. Nach ihrer Pensionierung schaffte sie eine Betreuungseinrichtung für verwaiste und gefährdete Kinder in Simbabwe. Sie gründete die Mother of Peace Community, die sich um 170 Kinder kümmert, vom Klein- bis zum Schulkind. Die Kinder erhalten eine Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung und werden in der Kultur und Tradition Zimbabwes erzogen. Das Waisenhaus nutzt auch den Bewohnern/-innen der angrenzenden ländlichen Gemeinde durch landwirtschaftliche und Bauprojekte.

Jean Corrneck besuchte während ihrer Volks- und Mittelschulzeit Missionsschulen in den Midlands und Masvingo Provinzen. Anschließend absolvierte sie Ausbildungen in Krankenpflege und Geburtshilfe und betreute Waisenkinder bei sich zu Hause. Später machte sie in Großbritannien noch Abschlüsse in psychiatrischer Pflege und in Sozialwissenschaften. Sie kehrte 1980 nach Simbabwe zurück. Dort arbeitete sie in psychiatrischen Kliniken, forschte und arbeitete in der öffentlichen Verwaltung, bevor sie 1993 in Pension ging. Jean erinnert sich daran, wie die Gegend aussah, bevor das Waisenhaus gebaut wurde. Es war ein abgelegenes Gebiet ohne die grundlegendste Infrastruktur. “Es gab nicht einmal eine vernünftige Straße oder Brücke zu dem Ort, wo das Waisenhaus gebaut werden sollte. Es war unmöglich, sich vorzustellen, dass dort ein Gebäude entstehen sollte”, sagt sie und fügt hinzu: “Es gab keinen Wasseranschluss in der Nähe, keine sanitären Einrichtungen oder Lebensmittelgeschäfte.” Dennoch wurde eine Straße gebaut und eine Wasserleitung zum Bauplatz gelegt. Das erste Haus wurde nach wenigen Monaten fertiggestellt. Fast unmittelbar nach der Fertigstellung brachte die Sozialfürsorge fünf Kinder ins Waisenhaus. Jean erkannte schnell, dass sie Frauen aus der Gegend brauchte, die sich um die Kinder kümmerten. Inzwischen wurden noch mehr Kinder ins Waisenhaus gebracht. Jean hatte die Vision, die Umgebung landwirtschaftlich produktiv zu machen. Es war auch eine Herausforderung, die Ernährung und Gesundheitsversorgung der Kinder zu verbessern. Heute gibt es auf dem 255 ha großen Land viele landwirtschaftliche Aktivitäten und die Ernte dient der Ernährung der Kinder. Das Waisenhaus züchtet auch Rinder, Hühner, Hasen, Enten und Truthähne und alles wird für den Unterhalt der Kinder verwendet.

Mother of Peace Community (Vereinigung der Mütter des Friedens)
Afrika | Zimbabwe

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