
«Ich stand barfuß in der warmen afrikanischen Erde und meine Mutter sagte zu mir: Dies ist unser Land. Geh’ und sag der Welt, dass dieses Land uns gehört.»
Maria de Jesus Haller, die erste weibliche Botschafterin Angolas, wurde 1923 als Tochter einer 12-jährigen Angolanerin geboren. Ihr Vater, der portugiesische Plantagenbesitzer, schickte sie mit drei Jahren nach Portugal. Ein kurzes aber entscheidendes Wiedersehen mit ihrer Mutter 12 Jahre später lieferte den Anstoß für ihr politisches Engagement. Sie wurde Lehrerin, dann eine Journalistin, die gegen Rassismus und Diskriminierung kämpfte. Ihre Jahre des Aktivismus in der angolanischen Befreiungsbewegung brachten ihr, kurz nachdem ihr Land unabhängig wurde, den Posten der Botschafterin in Schweden ein.
Die angolanische politische Aktivistin Maria de Jesus Haller ist eine kleine und sanfte Frau. Aber wenn sie spricht, hören alle zu. Auf einer Konferenz der UN in Ungarn 1974 unterbrach sie sogar die Konferenz und bat darum, das Wort erteilt zu bekommen. Sie war damals Vertreterin der MPLA, der Volksbewegung zur Befreiung Angolas aus portugiesischer Herrschaft. Damals waren Befreiungsbewegungen wie die MPLA noch nur mit Beobachterstatus zu den Konferenzen der UN zugelassen und durften nicht aktiv an den Debatten teilnehmen. Maria de Jesus Haller änderte das. “Das war meine Sternstunde”, sagt sie, “die ganze Presse stürzte sich auf mich. Angola war nie so präsent wie an diesem Tag.”
Heute, nach zwei Jahrzehnten des Konflikts, herrscht in Angola endlich Frieden. Die brutale Kolonialzeit wird jedoch nicht leicht vergessen. “Das Tragische am Kolonialismus ist die Frage der Würde. Man sagte uns, wir seien zu nichts gut. Wir sehnten uns nach Würde, nicht nur nach Brot, um uns zu ernähren.”
Maria wurde im Alter von drei Jahren von ihrer Mutter getrennt und nach Portugal zur Schule geschickt. Viele Jahre später kam sie zurück, eine Jugendliche, die von europäischen Vorurteilen durchdrungen war. “Meine Mutter sprach in ihrer Muttersprache zu mir und ich sagte ihr, dass ich diese Hundesprache nicht spreche. Es ist so dumm, Dinge zu sagen, die man nicht in sich fühlt, nur um das zu wiederholen, was andere gesagt haben. Dann sagte mir meine Mutter, mein Vater hätte mir viel beigebracht, aber das Wesentliche ausgelassen, nämlich, dass dieses Land uns gehört.” Da begann Marias lebenslanges Engagement: der Welt zu sagen, “dieses Land gehört uns”.
Mit 80 Jahren und nach fünf Jahrzehnten politischem Aktivismus glaubt Maria de Jesus Haller immer noch, dass die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bei den Menschen liegt. “Was Afrika hat, ist der Mut seines Volkes; es ist unglaublich stark”, sagt sie.
Heute, nach zwei Jahrzehnten des Konflikts, herrscht in Angola endlich Frieden. Die brutale Kolonialzeit wird jedoch nicht leicht vergessen. “Das Tragische am Kolonialismus ist die Frage der Würde. Man sagte uns, wir seien zu nichts gut. Wir sehnten uns nach Würde, nicht nur nach Brot, um uns zu ernähren.”
Maria wurde im Alter von drei Jahren von ihrer Mutter getrennt und nach Portugal zur Schule geschickt. Viele Jahre später kam sie zurück, eine Jugendliche, die von europäischen Vorurteilen durchdrungen war. “Meine Mutter sprach in ihrer Muttersprache zu mir und ich sagte ihr, dass ich diese Hundesprache nicht spreche. Es ist so dumm, Dinge zu sagen, die man nicht in sich fühlt, nur um das zu wiederholen, was andere gesagt haben. Dann sagte mir meine Mutter, mein Vater hätte mir viel beigebracht, aber das Wesentliche ausgelassen, nämlich, dass dieses Land uns gehört.” Da begann Marias lebenslanges Engagement: der Welt zu sagen, “dieses Land gehört uns”.
Mit 80 Jahren und nach fünf Jahrzehnten politischem Aktivismus glaubt Maria de Jesus Haller immer noch, dass die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bei den Menschen liegt. “Was Afrika hat, ist der Mut seines Volkes; es ist unglaublich stark”, sagt sie.
Movimento Popular de Libertação de Angola (MPLA) (Volksbewegung zur Befreiung Angolas)
Union of Angolan Writers (Schriftstellerverband Angola)
Union of Angolan Writers (Schriftstellerverband Angola)
Afrika | Angola
