Netsai Mushonga (Zimbabwe)


 

«Die Methode der aktiven öffentlichen Bildung mit einem tiefen Verständnis und Respekt für die Kulturen der Shona und Ndebele hat dem Frauen-als-Friedenstifterinnen-Programm geholfen.»

Netsai Mushonga wurde 1969 in Bindura, Simbabwe, geboren. Sie ist Medienkoordinatorin der Frauenkoalition und Mitglied des Internationalen Komitees des Internationalen Versöhnungsbundes (IFOR). 1995 arbeitete Netsai als Sozialarbeiterin für Danhiko, eine NGO, die Berufsausbildung für junge Menschen mit Behinderungen anbietet. 1996 wurde sie Mitglied des Versöhnungbundes in Simbabwe (FOR/Z) und begann dort 1997 das Women Peacemaker Program (Frauen-als-Friedensstifterinnen-Programm). Sie sicherte die Finanzierung, um in den Kirchen die Notwendigkeit, geschlechtsbezogener Gewalt entgegenzutreten, bewusst zu machen.

Netsai wurde im ländlichen Simbabwe als viertes Kind in einer Familie mit acht Kindern geboren. Sie schloss die Universität von Simbabwe mit einem Bachelor in Soziologie ab. Nachdem sie das Women Peacemaker Program des FOR/Z 1997 begonnen hatte, sicherte sie die Finanzierung, um die Notwendigkeit, geschlechtsbezogener Gewalt entgegenzutreten, in den Kirchen bewusster zu machen. Ab 2000 war sie freiwillige Wahlbeobachterin und Supervisorin, trotz der Risiken von körperlicher Gewalt und politischer Einschüchterung. 2003 wurde sie Teil der Frauenkoalition und entwickelte ein Programm, um politisch motivierter sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Simbabwe zu begegnen. Mit ihren guten Organisationsfähigkeiten leitet sie eine regionale Beratungskonferenz afrikanischer Frauen in Konfliktsituationen. Sie hat viele Trainingsworkshops, die sich auf Geschlecht und Gewalt konzentrieren, in Simbabwe, innerhalb und außerhalb von Afrika organisiert und geleitet.
Ihre furchtlosen Meinungsäußerungen über die sich verschlechternden politischen Bedingungen und das Fehlen von Sicherheit für Frauen in Simbabwe hat andere inspiriert. Opfer von sexueller Gewalt haben auf konkrete Weise von ihrer Arbeit profitiert. Das Danhiko-Projekt betreibt eine Notunterkunft, die weibliche Opfer von Gewalt aufnimmt. Die Programme beinhalten Beratung, wirtschaftliche und emotionale Unterstützung.
Netsai sagt: “Ich habe mehr von meiner Arbeit profitiert als die Frauen, die ich getroffen habe, weil sie mich gelehrt haben, wie man in Würde überleben kann.“ Dies ist eine für sie typische bescheidene Aussage.

Fellowship of Reconciliation Zimbabwe (FOR/Z) (Versöhnungbund Simbabwe)
Afrika | Zimbabwe

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