Hilaria Supa Huamán (Peru)


 

«Frieden ist der Respekt für alle Kulturen. Er ist die Sorge von Pachamama (Mutter Erde).»

Sie liebt das Leben trotz allem. Bei einer Vergewaltigung gezeugt, wurde sie selbst mit 14 Jahren vergewaltigt. Ihr Name ist Hilaria Supa Huamán. Sie ist 47 Jahre alt und Autodidaktin. Sie lebte früher in Lima, Perus Hauptstadt, heute lebt sie in Huallaccocha in Cuzco und setzt sich für die Landwirtschaft und die Frauen auf dem Land ein. Seit 20 Jahren widmete sie sich der Frauenorganisation und dem Erhalt der uralten Weisheit und Kultur der Anden. In den letzten sechs Jahren arbeitet sie auch für Gerechtigkeit für die Opfer von Zwangssterilisationen.

Hilaria Supa Huamán ist diskriminiert und verlassen worden. Sie fordert Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der ländlichen Gegenden, feiert die Ernte, wendet die Weisheit der Urahnen an und handelt als Schlichterin und Vermittlerin. Über 20 Jahre lang hat sie sich der kollektiven Organisation von Frauen gewidmet. Sie lebt in Huallacocha, Anta, in Cuzco. Gemeinsam mit anderen hat sie zur Gründung von Frauenkomitees und 1991 zur Schaffung der Women’s Federation of Anta beigetragen. Sie arbeiteten an Alphabetisierungsprogrammen. Sie lernte die ersten Buchstaben und hat sich alles selbst beigebracht.
1995 reiste sie zur Frauenkonferenz in Peking. Bei diesem Treffen bot die peruanische Regierung die Durchführung eines Familienplanungsprogramms an. Doch dann wurde es in die Zwangssterilisation von armen und indigenen Frauen verwandelt. 2001 gingen Hilaria und 12 Gefährtinnen nach Lima, um diesen Missbrauch anzuklagen. Heutzutage ist sie Mitglied der Foundational Line Ample Movement of Women, die die Kampagne für Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung für Zwangssterilisierte leitet. Die Untersuchungen wurden wieder eingesetzt und die Hoffnung wiederbelebt. Lilia Lazo, eine populäre peruanische Führungspersönlichkeit sagt: “Hilaria hat sich selbst schon übertroffen. Sie hat die Weisheit zu wissen, wo sie hingehen muss und was sie sagen muss. Sie spricht mit einem Minister oder mit einem Parlamentsmitglied, ohne ihre eigene Identität zu verlieren.“
Hilaria Supa Huamán schrieb das Buch “Thread of my Life” (Faden meines Lebens) und hat das Haus des Erwachens eingeweiht, ein Ort, an dem die Geschichte und Bräuche der Eingeborenen gelehrt werden, ein Ort, wo die Menschen hinkommen können, um Pachamama (Mutter Erde) zu danken und sie um Kraft zu bitten für den Kampf um Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden.

Foundational Line Ample Movement of Women (Grundlinie für Weiträumige Bewegung von Frauen)
House of Awakening (Haus des Erwachens)
Lateinamerika und die Karibik | Peru

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