Paula Makabory (Indonesien)


 

Peacewomen

«Paula hat sich mit Entschlossenheit vielen Beschwernissen entgegengestellt.»

Die 1970 geborene Paula Makabory ist eine der vielen Aktivistinnen in Papua, die durch die Studentenbewegung 1998 dazu angeregt wurde, den Menschenrechtsbelangen in der östlichsten Provinz Indonesiens gründliche Aufmerksamkeit schenken. Sie arbeitete für die Menschenrechts-NGO Elsham in den späten neunziger Jahren bei der Dokumentation von Menschenrechtsverstößen in Timika. Zurzeit ist sie an einem hauptsächlich von indigenen Völkern geleiteten Netzwerk zivilgesellschaftlicher Gruppen beteiligt, das für selbstbestimmte Entwicklung arbeitet.

Paulas Menschenrechtsarbeit begann 1997, kurz nachdem sie an der Cendrawasih-Universität in Jayapura ihren Abschluss an der Fakultät für Englische Literatur gemacht hatte. Sie sagt, dass sie sich seit ihrer Studienzeit für soziale Fragen interessiert. Als sie das Angebot erhielt, für eine angesehene Menschenrechtsorganisation, der in Jayapura ansässigen Organisation Elsham, zu arbeiten, nahm sie es sofort an. Paula wurde Timika zugeteilt, wo im Bergbauort Tembagapura gerade Unruhen ausgebrochen und angeblich grobe Menschenrechsverletzungen vorgekommen waren. Mit der Aufgabe, die Verstöße zu dokumentieren, traf sie sich mit den Familien von Opfern und arbeitete voller Eifer, obwohl sie ihr Leben riskierte. Ihr sozialer Einsatz in Timika brachten ihr neben den Menschenrechten viele andere soziale Anliegen näher.
In den letzen Jahren arbeitet Paula an Frauenfragen wie häuslicher Gewalt, die in der männerdominierten Kultur Papuas allgegenwärtig ist. In enger Zusammenarbeit mit einem Verbund von mit dem gleichen Thema befassten NGOs berät sie Opfer von Gewalt, damit diese wieder auf eigenen Füßen stehen können. Außerdem führt sie regelmäßige Diskussionen durch, an denen die teilnehmenden Frauen verschiedene Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, besprechen und Wege suchen, sie zu lösen. Paula glaubt, dass diese Diskussionsgruppen und Treffen zum gemeinsamen Austausch helfen, den Frauen Zuversicht einzuflößen. Eine Kollegin beschreibt Paula als Arbeitsmensch und fügt hinzu: “Sie hat starke Netzwerke aufgebaut, sowohl im Ausland als auch hier in Papua.”

Elsham
Südostasien | Indonesien

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