Radhika Coomaraswamy(Sri Lanka)


Peacewomen  <<Die brillante Wissenschaftlerin Radhika Coomaraswamy hat einen neuen konzeptionellen und theoretischen Rahmen für das Verständnis von Frauen und Konflikten geschaffen.»

Die Rechtsanwältin und Akademikerin aus Sri Lanka, Radhika Coomaraswamy (geboren 1953), hat ausführlich über Themen wie Frauen und Konflikte, Minderheitenrechte und Herrschaft geschrieben und vieles veröffentlicht. Durch ihre Arbeit hat diese brillante Wissenschaftlerin einen neuen konzeptionellen und theoretischen Rahmen für das Verständnis von Frauen und Konflikten geschaffen. Als hochgestellte Beamtin der Vereinten Nationen hat sie neue Standards für die Untersuchung und Analyse von Gewalt gegen Frauen auf allen Ebenen festgelegt.

Radhika Coomaraswamy kehrte von einer brillanten akademischen Karriere an der Yale Universität und der Juristischen Fakultät der Universität Harvard in den späten 1970ern in ein Land zurück, dass gerade in einen auf ethnischer Diskriminierung gründenden Konflikt eintrat. In den 1980ern etablierte Radhika das Internationale Zentrum für Ethnische Studien (ICES) in Sri Lanka. Diese Institution bietet Akademikern/-innen und Aktivisten/-innen den so notwendigen Raum, in dem wegbereitende Arbeit über Nationalismus und Ethnizität, Identitätspolitik und Frauen geschaffen wird. Das ICES arbeitet sowohl auf nationaler als auch südasiatischer und internationaler Ebene. Seine 2002 organisierte Konferenz über Frauen und Friedenskonsolidierung brachte in Sri Lanka den Ball ins Rollen für den Kampf der Aktivistinnen um die Einbeziehungen der Frauen in den Friedensprozess.
Radhika ist Gründungsmitglied des Asien-Pazifik Forums für Frauen, Recht und Entwicklung und wurde durch die UN Kommission für Menschenrechte 1994 als besondere Berichterstatterin über Gewalt gegen Frauen eingesetzt. Sie diente in dieser Stellung die maximale Dienstzeit von neun Jahren und schaffte einen klaren Rahmen für die Untersuchung und die Analyse der Gewalt gegen Frauen in Familie und Gsellschaft, seitens staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.
2003 wurde Radhika als Vorsitzende von Sri Lankas Menschenrechtskommission eingesetzt, deren Mitglieder vom Präsidenten nominiert werden; sie erhielt ein weit gefasstes Mandat zur Überwachung der Durchsetzung der Menschenrechtsgarantien, die in der Verfassung und im Völkerrecht festgelegt sind. Die Menschenrechtskommission hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre regionale Präsenz zu stärken; sie hat eine Spezialeinheit eingesetzt, um die Einhaltung der Menschenrechte durch staatliche Einrichtungen zu überwachen, die für Wiederaufbau und Rehabilitation nach dem Tsunami arbeiten.

International Centre for Ethnic Studies (ICES) (Internationales Zentrum für Ethnische Studien)
Südasien | Sri Lanka

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