Lulwa Al-Qitami (Kuwait)


 

Peacewomen

«Ich werde weiter daran arbeiten, das öffentliche Bewusstsein von der Bedeutung der Frauen für das Wohl der Gesellschaft zu stärken und erklären, dass ihre politische Partizipation mit den Lehren des Islam vereinbar ist. »

Lulwa Al-Qitami, 1931 in Kuwait geboren, studierte von 1952 bis 1960 in Edinburgh. Angeregt durch die engagierte Teilnahme der Britinnen am Leben ihrer Gesellschaft, kam sie mit dem Lebensziel nach Kuwait zurück, den sozialen, ökonomischen und Bildungsstatus der Kuwaiterinnen zu verbessern. Sie wurde 1963 Mitbegründerin von The Women’s Cultural and Social Society (WCSS) (Kulturelle und Soziale Gesellschaft der Frauen), um schrittweise die lokale Anti-Frauen-Kultur zu verändern und den Frauen einen Platz im öffentlichen Leben zu verschaffen. Das Wohlergehen der Kinder in Kuwait und anderswo war für sie ein zentrales Anliegen.

Lulwa Al-Qitami ließ sich von der dynamischen Teilhabe der britischen Frauen an ihrer Gesellschaft inspirieren und regte eine Gruppe von kuwaitischen Frauen dazu an, 1963 The Women’s Cultural and Social Society (WCSS) (Kulturelle und Soziale Gesellschaft der Frauen) zu gründen. Ihr Ziel ist die schrittweise Veränderung der kuwaitischen Kultur, die bis heute die Frauen in ihrer Teilhabe am öffentlichen Leben an den Rand drängt. Lulwa sagt: “Ich arbeitete mit meinem Team für die Mobilisierung der kuwaitischen Gesellschaft in Richtung positiver Veränderungen.” Um näher an die örtliche Bevölkerung heranzukommen, setzten Lulwa und ihre WCSS-Mitglieder auf eine einfache, aber symbolische Tätigkeit, um die Menschen dazu anzuregen, sich an ehrenamtlicher sozialer Arbeit zu beteiligen. 1966 machten sie sich daran, die Straßen der Stadt Kuwait zu kehren, besuchten dabei viele Familien und stellten den ortsansässigen Frauen die Ziele der WCSS vor. Lulwa sprach von dem schlechten ökonomischen Status der Frauen und von den Schwierigkeiten, die ihnen begegneten, wenn sie sich entschlössen, arbeiten zu gehen – in erster Linie die Frage, wer die Kinder beaufsichtigen würde. Die WCSS eröffnete 1974 als Reaktion auf die Bedürfnisse arbeitender Frauen ihren ersten Kindergarten.
Lulwa bemühte sich, Studentinnen der Erziehungswissenschaften von der Universität Kuwait an der Kindergartenarbeit zu beteiligen, damit sie Erfahrungen gewinnen könnten. Es gelang ihr, alljährlich neue Absolventinnen an der Arbeit der WCSS zu beteiligen und sie zum Freiwilligendienst zu motivieren.
Lulwa setzt sich vor allem ein, die Belastungen von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und Gesundheitsproblemen zu verringern. 1987 gründete sie Al-Amal (Hoffnung), ein Zentrum mit qualifizierten Psychologen/-innen, das eine gute Atmosphäre für Kinder schafft, die an Krebs leiden, und für ärztliche Nachuntersuchungen.

The Women’s Cultural and Social Society (WCSS) (Kulturelle und Soziale Gesellschaft der Frauen)
Zentralasien und der Mittlere Osten | Kuwait

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