Sayed Naqi (Afghanistan)


 

Peacewomen

«Trotz der Schwierigkeiten, die ich in meinem Leben und meiner Bildungskarriere zu bewältigen hatte, blieb ich standhaft, damit junge Mädchen auf mich schauen und ihre benachteiligte Situation überwinden. »

Bibi Naqi wurde 1928 in Kabul, Afghanistan, geboren und hat einen Bachelor in Literatur. Sie arbeitete seit den 1950ern als Lehrerin, Schulleiterin und Direktorin in vielen Schulen Kabuls und hat langjährige Erfahrung im Bildungsbereich. Nun ist sie im Ruhestand. In Anerkennung ihrer Verdienste wurde sie von Seiner Majestät Kronprinz Ahmad Shah, dem ältesten Sohn des ehemaligen Königs Mohammad Zahir, zur Bildungsbeauftragten für Kabul ernannt. Dank ihrem Einsatz und ihrer Unterstützung konnten viele Waisenkinder die Schule besuchen. Naqi hat mehrere Medaillen und Ehrenurkunden erhalten.

Als Bibi Naqi in den 1950er Jahren in Afghanistan zur Schule ging, wurde Bildung und Schulbesuch für Mädchen als Sünde angesehen. Bibi Naqi schloss die Schule trotzdem ab, unter der Bedingung, dass sie einen Schleier trug. Ihr Vater konnte es sich nicht leisten, ihre Ausbildung zu bezahlen. Sie musste am Nachmittag für den eigenen Lebenserhalt arbeiten. Trotz all dieser Hindernisse studierte sie und erhielt ihren Bachelor im Fach Literatur. Bei jedem Schritt ermutigten sie ihre Eltern und Verwandten weiterzumachen.
Bibi Naqi arbeitet hart für eine friedvolle Zukunft, indem sie sich für eine Gesellschaft frei von Gewalt und Diskriminierung einsetzt. Sie ist überzeugt, dass Afghanistan sich auf dem Weg zur Demokratie befindet und einer hoffnungsvollen Zukunft entgegensieht, obwohl es noch ein weiter Weg bis dahin ist. Sie hat sich in ihrem Leben vielen Herausforderungen stellen müssen und die schwierigste davon ist die Diskriminierung von Frauen in Bildung und Arbeit.

Zentralasien und der Mittlere Osten | Afghanistan

 

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