Lesley Ann Foster (Südafrika)


 

«Ich bewundere ihr Durchhaltevermögen und ihre Fähigkeit, diese Frage im politischen Zentrum zu halten, in einer Gesellschaft, in der Frauen zu oft durch die Maschen fallen. ( Anu Pillay, Ashoko Vertreterin)»

Lesley ist in East London, in der Eastern Cape Provinz von Südafrika, geboren und aufgewachsen. Sie begann ihr Berufsleben als Verkäuferin. 1996 eröffnete Lesley das Masimanyane Women’s Support Centre, die erste Organisation im Eastern Cape, die sich ausschließlich dem Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen widmet. Mit Hilfe des Zentrums kann Lesley mehrere lokale Dienste entwickeln und einrichten. Zusätzlich leitet sie eine Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Verständnisses für das Problem.

Lesley begann ihr Berufsleben als Verkäuferin und Designberaterin für eine Firma in Kapstadt. 1991 wurde sie Mitarbeiterin bei dem Daily Bread Charitable Trust (Täglich-Brot-Wohltätigkeitsfonds) in East London. 1995 wurde Lesley die persönliche Assistentin des Leiters des Independent Business Enrichment Centre (IBEC; Unabhängiges Wirtschaftsförderungszentrum). Sie organisierte eine Reihe nationaler Konferenzen über Entwicklungsprojekte für Kleinunternehmen, die sie mit den Problemen von Frauen konfrontierten, die versuchten, Projekte zur Einkommenserzeugung aufzubauen. Diese Aufgabe, zusammen mit persönlicher Erfahrung als Opfer von sexuellem und häuslichem Missbrauch, zwang sie dazu, Wege zur Problemlösung zu finden. Im Februar 1996 gründete sie das Masimanyane Women’s Support Centre, das sich dem Kampf gegen die Gewalt an Frauen und Kindern widmet. Frauen, die sich entscheiden, aus Gewalt-Beziehungen auszubrechen und unabhängig zu werden, werden an das lokale IBEC verwiesen, eine staatlich unterstützte Initiative mit Büros im ganzen Land. Den Frauen wird das Training von Berufsfertigkeiten angeboten und in einigen Fällen auch Darlehen zur Existenzgründung. Das Zentrum hat eine Reihe von Workshops zur Bewusstseinsbildung und Prävention von sexueller Misshandlung für Lehrer/-innen an Schulen der Provinz organisiert. Lesley hofft, auch eine Notunterkunft für geschlagene Frauen und Kinder zu schaffen. Sie hat sich kürzlich finanzielle Mittel für dieses Projekt von der japanischen Regierung gesichert. Auch plant sie einen nationalen Gipfel, auf dem sie eine “Rechtscharta für Opfer“ vorschlagen und jede der neun Provinzen zu einem eigenen Aktionsplan “Keine Gewalt gegen Frauen“ ermutigen will. Es gibt mehr als 20 Frauenorganisationen in ländlichen und städtischen Gebieten, die Unterstützungsdienste für Opfer von sexueller und häuslicher Gewalt in der Provinz bieten.

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