Florence Muia (Kenya)


 

«Ich glaube, dass jedes einzelne Leben lebenswert ist. Wenn wir auch nur einem oder einer der zwei Millionen helfen können, dann denke ich, dass es für mich ein großartiger Erfolg sein wird.»

Schwester Florence Muia, 45 Jahre alt, ist das fünfte von neun Kindern. Sie wurde geboren und wuchs auf im Bezirk Machakos, Ost-Kenia, und ist seit 28 Jahren Ordensschwester bei den Assumption Sisters of Nairobi (ASN). Schwester Florence kümmert sich vor allem um HIV/Aids-betroffene Frauen und Kinder im Upendo-Dorf in Naivasha, Kenia. Als Visionärin träumte sie von einem sicheren Hafen für erkrankte Frauen und Kinder. Upendo, auf Kishuaheli das Wort für Liebe, ist ein solcher Zufluchtsort. Sie widmet ihre Energie, ihr Engagement und ihre Fähigkeiten dem Erfolg dieses ökumenischen Projekts.

Etwa 2,2 Millionen Kenianer/-innen leben mit dem HIV/Aids-Virus. Schwester Florence hat sich dafür entschieden, mit den Menschen Kenias zu arbeiten, um Brücken der Hoffnung und Heilung für die von der Krankheit Betroffenen zu bauen. Sie beschäftigt sich mit der Pandemie hauptsächlich in der ländlichen Region von Naivasha. Kenia ist ein armes Land und die ländlichen Gebiete sind akut von der Armut betroffen.
Schwester Florence war sich sehr bewusst, dass internationale Hilfe notwendig war, um ein ambulantes Programm auf den Weg zu bringen und zur Selbständigkeit zu führen. Sie wollte außerdem, dass das Programm Eigentum der Nutzer/-innen sein sollte. Mit finanzieller Unterstützung und Beratung durch die Wheaton-Franziskanerinnen erlernte sie die notwendigen Techniken für die Arbeit mit Wohltätigkeitsvorständen und gemeinnützigen Organisationen. Das schloss auch ein zu lernen, wie man die erforderlichen Informationen beschafft, um Unterstützung zu erhalten für die Bemühung, dem Ringen der Armen abzuhelfen. Sie besuchte in Chicago mehrere Projekte, die für das Upendo-Dorf relevant waren. Darunter waren eine lokale HIV/Aids-Organisation, ein Zufluchtshaus für Opfer häuslicher Gewalt und ein umfassender Träger verschiedener Dienste für Bedürftige. Durch diese Besuche gewann Schwester Florence Einblick in die Taktiken, Bestimmungen und Tätigkeitsbeschreibungen, die ihr bei der Gründung ihrer eigenen gemeinnützigen Organisation helfen sollten. Sie suchte außerdem Kontakt zu nationalen und internationalen HIV/Aids-Organisationen und traf Mitarbeiter/-innen des Nationalen Katholischen Aids-Netzwerks, die ihre Ideen hinterfragten und ihr halfen, ihren Traum zu entwickeln. Sie ist eine geschickte politische Fürsprecherin und wirbt bei öffentlich gewählten Personen um Förderung für die Arbeit zur Hilfe bei der HIV/Aids-Pandemie.

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