Hero Ahmad (Irak)


 

Peacewomen

«Menschen können nur dann stark für die Zukunft sein, wenn sie sich an das Leiden in der Vergangenheit erinnern … das gibt ihnen Wurzeln. »

Hero Ahmad stammt aus einer bekannten Familie – ihr Vater war ein führender politischer Aktivist, der in ihrer frühesten Kindheit in Abu Ghraib inhaftiert wurde. Ihre Arbeit konzentriert sich auf den Bezirk Sulaimaniyya im Irak. Sie ist Gründerin und Leiterin von Rettet die Kinder, Kurdistan (KSC), dem Khak Presse- und Medienzentrum und des “KURDSAT Satellite TV” (KURDSAT Satellitenfernsehen). Hauptziel der KSC ist es, Kindern durch Konzentration auf die Bereiche Familie, Gesundheit, Bildung und Wohnungswesen eine bessere Zukunft zu garantieren.

Einen Großteil ihrer Friedensarbeit mit Schwerpunkt auf der Lebensverbesserung irakischer Kinder und Familien leistet Hero Ahmad durch KSC, für deren Gründung sie hart gearbeitet hatte und deren Vorsitzende sie heute ist. Unter Heros neuesten Projekten ist die Renovierung von 50 Kindergärten im Sulaimaniyya-Bezirk. Außerdem gründete sie ein Jugendzentrum in Chanaqin und das Children’s Rehabilitation Centre (CRC) (Kinderrehabilitationszentrum) für Straßenkinder in Bagdad, das heute durchschnittlich 100 Kinder beherbergt.
Allerdings war es in den letzten 15 Jahren aufgrund von UN-Sanktionen eine wahre Herausforderung für KSC, gemeinnützige Projekte im Irak zu fördern. Durch KSC-Förderung können etwa 10.000 unterernährte Kinder heute ein normales Leben führen und regelmäßig zur Schule gehen. Um die 5.000 Kinder haben von den Zentren und Sonderschulen der KSC profitiert; insgesamt gibt es heute 26 Zentren für Straßenkinder, Waisen und Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Bedarf an besonderer Förderung. Hero wurde auch Mitglied des 2001 gegründeten kurdischen Parlaments. Seitdem widmet sie ihre Zeit sowohl Kindern, Witwen und Flüchtlingen als auch der Kunst. Sie hat eine Reihe Kunstveranstaltungen wie die Ausstellung “The World We Want” (Die Welt, die wir wollen) in Kooperation mit der Viktoria Universität in Kanada organisiert und unterstützt die Arbeit junger Künstler in den Bereichen Musik, Literatur und Malerei. Zudem hat sie viele der für Folterzwecke verwendeten ehemaligen Geheimdienstgebäude der Regierung in Museen verwandelt und an der Instandsetzung archäologischer Stätten im Irak gearbeitet. Für Witwen des Genozids hat sie verschiedene einkommenserzeugende Projekte wie lokale Werkstätten für Kunsthandwerk gegründet. Seit dem Sturz des Saddam-Regimes hat ihre Arbeit dazu inspiriert, ähnliche Zentren und Schulen in anderen Teilen des Iraks, insbesondere im Südirak, aufzubauen.

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