Rashida Bee(Indien)


Peacewomen
  «Es gehört zum Leben einer Frau, Beziehungen abzulegen, die sie von Kindheit an kannte, und Fremde als die Ihren aufzunehmen – warum sollte irgendein anderer Kampf um Ermächtigung sie schrecken?»

Rashida Bee ist eine führende Persönlichkeit in der weltweiten Kampagne, Gerechtigkeit für die Opfer der Gas-Tragödie von Union Carbide in Bhopal zu erlangen, der größten Industriekatastrophe der Geschichte. Rashida brachte ihren Kampf mit dem Unternehmen Union Carbide und seinem riesigen Partner Dow Chemicals auf die Straßen von New York. Dow Chemicals bekämpft eine Reihe von Klagen, die Rashida und andere Protestierende gegen das Unternehmen angestrengt haben. Rashida erhielt 2004 den Goldman-Umweltpreis dafür, die Bhopal-Katastrophe international in den Mittelpunkt gerückt zu haben.

Seit Dezember 1984 hat das Leck des Gases Methyl Isocyanat des Unternehmens Union Carbide (UCC) immer mehr Menschen, mehr als 30.000, in Bhopal das Leben gekostet. Es ist die schlimmste und schändlichste Industriekatastrophe der Geschichte. Neben vielen anderen ist die 48-jährige Rashida Bee, die glücklich überlebt hat, eine führende Persönlichkeit in der globalen Kampagne, den Überlebenden Gerechtigkeit, direkt und indirekt, widerfahren zu lassen.
Rashida, eine ungebildete Beedi-(Tabak) Packerin aus Bhopal, begann ihre Karriere als Aktivistin nicht ganz freiwillig, als sie für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne für Frauen in ihrer Fabrik kämpfte. 1989, nachdem der Protest den Sitz des Premierministers in Neu-Delhi erreicht hatte, wurden alle Forderungen erfüllt. Rashida ergriff die Gelegenheit und nutzte das plötzliche Selbstvertrauen der Gewerkschaft, Wiedergutmachung von der UCC zu erstreiten. 1999 strengten sie und andere Aktivisten/-innen und Katastrophenopfer eine Sammelklage gegen UCC in New York an. Danach führte Rashida eine Reihe von Protestmärschen, Kundgebungen, Petitionen und Fastenaktionen durch, einschließlich eines 19-tägigen Marathon-Hunger-Sit-ins in New York im Jahr 2002. Im Jahr darauf konfrontierten Rashida und andere die Funktionäre von Dow Chemicals in Mumbai und den Niederlanden mit “Proben” von Giftmüll. Daraus ergab sich eine Tour durch mehr als zehn amerikanische Städte, eine leidenschaftliche Belagerung eines Aktionärstreffens von Dow Chemicals in Michigan, die ihren Höhe- und Endpunkt in einem 12-tägigen Hungerstreik und einer Kundgebung auf New Yorks Wall Street erreichte. Amerikanische Studenten/-innen organisierten landesweite Versammlungen; Tausende schlossen sich Protesten in Großbritannien, China, Spanien, Thailand und Kanada an.
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