Hakkuben Theba (Indien)


 

Peacewomen

«Ich würde gern eine Plattform für die nächsten Generationen von Frauen schaffen, damit sie von unseren Erfahrungen lernen können und ihr Leben leichter wird.»

Hakkuben Theba wurde 1966 in eine arme Bauernfamilie der sehr konservativen Theba-Gemeinde in Gujarat hineingeboren. Ihr Weg von einer mittellosen Witwe zur einer Führungsfigur in der Gemeinde und zu einer Ausbilderin von Führungskräften war schwer. In den letzten 15 Jahren hat diese Frau mehr als 3.000 Frauen dazu gebracht, aktive Mitglieder eines Frauenkollektivs zu werden. Nach und nach haben Hakkuben und ihre Kolleginnen das Dorf durch die Stärkung von Frauen, das Schaffen alternativer Einkommensquellen in Phasen der Dürre und ökologische Regeneration in seinem Wesen verändert.

Hakkuben Theba kommt aus der kleinen, aber konservativen Theba-Gemeinde in Dador, Gujarat. Früh verheiratet und verwitwet, kannte sie nie ökonomische Sicherheit. 1998 lernte sie das Frauenkollektiv Kutch Mahila Vikas Sangathan (KMVS) kennen und trat ihm bei. Sie fing an, für die Ausbildung junger Mädchen zu arbeiten, was ihr auch ermöglichte, als Erste in ihrer Familie Lesen und Schreiben zu lernen.
Hakkuben widersetzte sich gesellschaftlichen Normen und Druck und engagierte sich für die Ausbildung von Basiskollektiven, die KMVS organisierte. Diese Kollektive ländlicher Frauen haben inzwischen die Form einer Organisation auf Gemeindebasis angenommen, dem Saiyerejo Sangathan. Ihre natürliche Intelligenz, ihre Führungsqualitäten und ihr Geschick bei der Organisation der Dorfgruppe haben ihr den Respekt der Männer und Dorfältesten verschafft. In den 15 Jahren ihrer Arbeit hat Hakkuben mehr als 3.000 Frauen in ihrer Region inspiriert. Der Sangathan, den sie leitet, arbeitet daran, weibliche Mitglieder und den Besitz ihrer Familien wirklich produktiv werden zu lassen. Er arbeitet auch daran, traditionelle Formen des Lebensunterhalts als nachhaltige Einkommensquellen der Gemeinschaft zu entwickeln, insbesondere während der Dürrezeiten. Sie hat wesentlich zur Stärkung von Frauen durch natürliches Ressourcenmanagement beigetragen und sich dabei auf die Erneuerung von Brunnen und anderer Wasserressourcen konzentriert.
Hakkubens Methodik ist einfach: das Prinzip der Gewaltfreiheit von Ghandi, es zuerst mit dem Unterdrücker aufzunehmen, um danach in der bestehenden Umgebung Vertrauen in einen Wandel aufzubauen. In diesem Prozess hat sie ein Team weiblicher Führungskräfte gebildet und junge Mädchen in der Region inspiriert. “Ich würde gern eine Plattform für die nächsten Generationen von Frauen schaffen, damit sie von unseren Erfahrungen lernen können und ihr Leben leichter wird“, sagt sie.

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