Dulcy de Silva (Sri Lanka)


 

Peacewomen

«Sogar im Alter von 71 Jahren reist die unermüdliche Dulcy durch das Land und redet dabei mit den Menschen auf beiden Seiten der ethnischen Ziehharmonika; häufig riskiert sie dabei Leib und Leben.»

Die Mitbegründerin von Mütter und Töchter von Sri Lanka, Dulcy de Silvy (geboren 1933), ist überzeugt, dass Frauen, weil sie am meisten von Konflikten betroffen sind, auch der Schlüssel zu Friedensbemühungen sind. Sie hat eine dynamische Friedensbewegung gegründet, die Einfluss und Anerkennung gewonnen hat. Mit 71 reist eine unermüdliche Dulcy immer noch durch das ganze Land und trotzt dabei persönlicher Gefahr. Sie wird von der tamilischen und singhalesischen Bevölkerung gleichermaßen als ehrliche Vermittlerin respektiert und spricht mit den Menschen auf beiden Seiten der ethnischen Trennung.

Dulcy de Silva ist seit ihren Schul- und Universitätstagen politisch aktiv. Nachdem sie ihre Ausbildung beendet hatte, begann sie zu unterrichten, wusste aber, dass sie sich mehr an den soziopolitischen Bewegungen in Sri Lanka beteiligen musste. 1970 wurde sie Teil der NGO National Peace Movement (Nationale Friedensbewegung) in Sri Lanka und arbeitete beinahe zwei Jahrzehnte lang mit der Friedensbewegung, bevor sie Mütter und Töchter von Sri Lanka 1989 mitbegründete. Dulcy ist immer noch eine der Vorsitzenden dieser Bewegung, die danach strebt, den Bürgerkrieg im Land zu beenden. Sie koordiniert auch das World Solidarity Forum (Weltsolidaritätsforum) Sri Lanka. Mütter und Töchter von Sri Lanka basiert auf Dulcys tiefer Überzeugung, dass Frauen der Schlüssel zu Friedensbemühungen sind, weil sie als Mütter, Schwestern, Töchter und Ehefrauen am traumatischsten von Konfliktsituationen betroffen sind.
Obwohl sie in ihren Siebzigern ist, reist Dulcy durch das ganze Land und redet dabei mit den Menschen auf beiden Seiten des ethnischen Grabens. Sie ist überall in Sri Lanka bekannt und von der tamilischen und der singhalesischen Bevölkerung gleichermaßen als ehrliche Vermittlerin respektiert. Obwohl die Bedingungen sich langsam verbessern, bleibt das Reisen in Sri Lanka gefährlich. Busunfälle sind nicht ungewöhnlich und einige entlegene Gebiete haben noch nicht von dem Waffenstillstand gehört. Seit vielen Jahre hat Dulcys unabänderlicher Standpunkt sie zum Ziel von Aggressionen gemacht. Ihre dynamische Frauenfriedensbewegung verbreitet die Idee sowohl unter der informierten Bevölkerung als auch unter jenen, die nicht lesen können oder keinen Zugang zum Fernsehen haben. In gewissem Sinne profitierten alle in Sri Lanka von ihrer Tätigkeit, jedoch hauptsächlich Frauen und arme Bauern und Bäuerinnen. Ihre Denkweise ist neu.

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