Nela Martínez Espinosa (Ecuador)


 

Peacewomen

«Ich wusste, wenn wir das Korn ernten und den reifen Weizen dreschen, dann würden wir auch unser Mehl mahlen, unser Brot backen und für uns selbst ein Festmahl zu Ehren unserer wahren Geschichte halten können.»

Eine Weltkämpferin für Frieden, gegen Militärdiktaturen und Imperialismus. Sie wandelte ihre Empörung um in einen Kampf für Menschenrechte für Männer wie auch Frauen. Von verschiedenen Ausgangspunkten aus hat sie zu den Überlegungen und Aktionen hinter der Schaffung der Staatsbürgerschaft für Frauen beigetragen. Im Jahr 1940 führte Nela Martínez Espinoza die Besetzung des Präsidentenpalastes an, bei der sie vom Volk dazu ausgewählt wurde, für drei Tage das Land zu führen. Nach den Parlamentswahlen wurde sie als erste Frau ins Parlament von Ecuador gewählt.

“Ist eine Anden-Kultur möglich? Ich denke, dass sie notwendig ist. Es ist wichtig, davon zu träumen. Die vor 500 Jahren verloren gegangene Autonomie muss wieder gefunden und hergestellt werden, als das Geburtsrecht der Söhne und Töchter dieses einzigartigen und außergewöhnlichen Ortes, der dennoch nach wie vor vom krankhaften Überlegenheitskomplex der weißen Rasse bedroht ist”, behauptet Nela Martínez Espinoza. Sie hat eine hervorragende Führungsrolle in der linken Bewegung Ecuadors errungen und an der Gründung und dem Zusammenschluss der ersten Gewerkschaften und indigenen Organisationen mitgewirkt. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen gründete sie 1937 die erste Frauenorganisation, die Ecuadorian Feminine Alliance (Frauenallianz Ecuadors), und 1952 die Union of Revolutionary Women from Ecuador (Union der Revolutionären Frauen von Ecuador), innerhalb derer sie die erste Frauenzeitschrift des Landes gründete und leitete. 1940 führte sie die Besetzung des Präsidentenpalastes an, wo sie vom Volk dazu ausgewählt wurde, für drei Tage das Land zu führen. Anschließend wurde sie in den Parlamentswahlen als erste Frau ins Parlament von Ecuador gewählt.
Als Kämpferin gegen den Faschismus war sie an der Gründung des Weltfriedensrats in Paris (1949) und im Kampf gegen die Atombombe beteiligt. Sie gründete und leitete die International Democratic Women’s Federation (Internationale Demokratische Föderation der Frauen), unterstützte im Unabhängigkeitskampf Manuela Sáenz Aizpuro, eine Frau im Rang eines Oberst in der Befreiungsarmee, und widmete sich in Ausschüssen für Solidarität mit Völkern, die von Diktaturen überfallen oder angegriffen wurden, intensiv dem Schutz der Menschenrechte. Sie hat ihr eigenes Heim großzügig für Flüchtlinge verschiedener Länder geöffnet. Nela Martínez Espinosa starb Ende 2004, nachdem sie als eine der 1.000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005 ausgewählt wurde.

Women’s Continental Front for Peace and Against Intervention (Kontinentale Frauenfront für Frieden und gegen Intervention)
International | Ecuador

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