
«Frieden zu erleben bedeutet, die Landarbeiterin beim Pflanzen und Ernten auf ihrem eigenen Land zu sehen, mit einer gesunden Familie und Kindern in der Schule.»
Elizabeth Teixeira (geboren 1925) ist ein landesweites Symbol für den Kampf um das Recht auf Land. In jungen Jahren wurde sie mit den Vorurteilen ihres Vaters, einem kleinen Landbesitzer, konfrontiert. Sie brannte mit einem schwarzen und armen Mann durch, um ihn zu heiraten. Als Erwachsene und Mutter von 11 Kindern übernahm sie den Kampf ihres Mannes, nachdem er von mächtigen Landbesitzern umgebracht worden war. “Mein Leben ist ein Protest gegen Elend, Mangel an Gesundheit und Schulbildung und die Preisgabe der ländlichen Bevölkerung.”
Als Elizabeth Teixeira 1962 ihren auf die Straße gestürzten Mann fand, die trockene Erde des Hinterlandes vermischt mit seinem Blut, hielt sie seine Hand und sagte: “Ich werde deinen Kampf fortsetzen.” Sie übernahm den Vorsitz der Bauernliga des Staates Paraiba, die ihr Mann 1958 gegründet hatte. Sie begann Drohungen zu erhalten. Ihr zehnjähriger Sohn schwor, den Tod seines Vaters in der Zukunft zu rächen. Er wurde in den Kopf geschossen und trug bleibende Gesundheitsschäden davon. Wieder umstellten Polizisten das Haus, diesmal suchten sie nach Elizabeth Teixeira. Als sie aus dem Gefängnis zurückkam, fand sie ihre älteste Tochter, damals siebzehnjährig, tot auf. “Sie hat Gift genommen.”
Sie ließ sich nicht entmutigten. Die Liga wurde zur größten im Nordosten. 1964 kam sie zu Beginn der Militärregierung wieder ins Gefängnis. Sechs Monate später wurde sie befreit, musste aber fliehen und ihre Kinder bei ihrem Vater und ihren Brüdern zurücklassen. Einen Sohn nahm sie mit, der von ihrer Familie abgelehnt wurde, weil er ihrem toten Ehemann körperlich ähnelte. Sie reisten in einen anderen Staat und lebten mit falschen Papieren. Nach 16 Jahren hatte sie nie eine Nachricht von ihren anderen neun Kindern erhalten. Sie sah sie erst wieder 1981, durch die Amnestie. Einer ihrer Söhne gründete 1987 mit der Unterstützung seiner Mutter die João Pedro Teixeira Association (João Pedro Teixeira Vereinigung). Elizabeths ältester Sohn duldete jedoch keinen neuen Bauernführer in der Familie; er tötete seinen Bruder. Sie ging weiterhin zu Versammlungen. Heute ist Elizabeth Teixiera 80 Jahre alt und lebt von einer kleinen Rente. “Ich bedauere nichts. Mein Kampf ist so lange nicht vorüber, bis jeder Landarbeiter und jede Landarbeiterin ein eigenes Stück Land besitzt.”
Sie ließ sich nicht entmutigten. Die Liga wurde zur größten im Nordosten. 1964 kam sie zu Beginn der Militärregierung wieder ins Gefängnis. Sechs Monate später wurde sie befreit, musste aber fliehen und ihre Kinder bei ihrem Vater und ihren Brüdern zurücklassen. Einen Sohn nahm sie mit, der von ihrer Familie abgelehnt wurde, weil er ihrem toten Ehemann körperlich ähnelte. Sie reisten in einen anderen Staat und lebten mit falschen Papieren. Nach 16 Jahren hatte sie nie eine Nachricht von ihren anderen neun Kindern erhalten. Sie sah sie erst wieder 1981, durch die Amnestie. Einer ihrer Söhne gründete 1987 mit der Unterstützung seiner Mutter die João Pedro Teixeira Association (João Pedro Teixeira Vereinigung). Elizabeths ältester Sohn duldete jedoch keinen neuen Bauernführer in der Familie; er tötete seinen Bruder. Sie ging weiterhin zu Versammlungen. Heute ist Elizabeth Teixiera 80 Jahre alt und lebt von einer kleinen Rente. “Ich bedauere nichts. Mein Kampf ist so lange nicht vorüber, bis jeder Landarbeiter und jede Landarbeiterin ein eigenes Stück Land besitzt.”
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