Aïssata Kane (Mauritanien)


 

«Hohes Alter sollte Frauen nicht daran hindern mitzuhelfen, ihr Land aufzubauen, sondern sollte wegen der von ihnen mitgebrachten Erfahrung als Wert gesehen werden.»

Aïssata Kane wird heute wegen ihrer großen Weisheit, Vernunft und Offenheit als Mutter der mauretanischen Frauen gesehen – Eigenschaften, die ihre Mission antreiben, Frauen zu helfen, aus dem Schatten zu treten und die Vorzüge der modernen Welt kennenzulernen: Freiheit, Gleichberechtigung, Respekt vor Frauenrechten und das Recht von Mädchen auf Schulbildung. Aïssata Kane ist Beraterin für Frauen und Entwicklung und verbringt ihre Zeit mit dem Einsatz für die Achtung der Frauenrechte, der Beteiligung von Frauen an der Entwicklung und Forschung nach Mitteln und Wegen zu nachhaltiger Entwicklung.

Aïssata Kane war eins der ersten drei mauretanischen Mädchen, die an einer weiterführenden Schule zugelassen wurden. Sie fing sich schnell den Virus des gesellschaftlichen und politischen Aktivismus ein, der dazu führte, dass sie 1970 Vorsitzende des Mauretanischen Frauenrats wurde. Aïssata ist innerhalb des Menschenrechtsnetzwerks vor allem mit Frauen- und Kinderrechten beschäftigt. Darüber hinaus ist sie ein realer nationaler und internationaler Bezugspunkt. Dank ihrer Erfahrung als emanzipierte Frau, die nicht von traditionellen Regeln dominiert wird, sind die mauretanischen Frauen bereits einen weiten Weg in Richtung der Durchsetzung ihres gesellschaftlichen Aufstiegs gegangen. Die mauretanische Frauenbewegung hat die Regierung unter Druck gesetzt, damit Frauenprojekte initiiert werden. Zum Beispiel wurden aufgrund der Aktionen von Frauen dieser Islamischen Republik in Afrika die Bildungsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen erheblich verringert. Aïssata Kane ist auch als politische Aktivistin bekannt, die am Aufbau Mauretaniens beteiligt ist. Sie hat in Fragen ihres Landes nie eine zweitrangige Rolle akzeptiert. Von 1975 bis 1977 war sie Ministerin für den Schutz der Familie und Gesellschaftliche Angelegenheiten und damit die erste Ministerin in Mauretanien. Nach dem Militärputsch hat sie sich dem Gemeinschaftsleben in der Konferenz Afrikanischer Frauen verpflichtet. Das hat es ihr ermöglicht, wichtige internationale Beziehungen in der afrikanischen Frauenbewegung zu knüpfen. Aïssata Kane (67) fühlt sich noch nicht müde und will weitermachen. Ihrem Verständnis nach ist der Kampf nicht beendet, bis die vielen Schritte gegangen wurden, die zur Erlangung der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in allen Entwicklungsfeldern Mauretaniens nötig sind.

Association pour la Protection de l’Environnement en Mauritanie (APEM) (Umweltschutzverband); Association Mauritanienne pour la Protection de l’Enfant et de la Femme (Kinder- und Frauenschutzverband); Association Internationale des Femmes Francophones (AIFF) (Internationaler Verband der Frankophonen Frauen)
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