Elmi Asha Hagi Amin (Somalia)


 

Peacewomen

«Sprecht mit einer gemeinsamen Stimme und einem gemeinsamen Anliegen als Frauen.»

Asha Hagi Elmi, geboren 1962 in der Region Galgaduud in Somalia, hatte mehr Chancen als viele andere somalische Frauen. Seit der Gründung von Rettet die Somalischen Frauen und Kinder (SSWC) hat Asha Elmi sich als Friedensaktivistin ausgezeichnet. Sie setzt ihre Ausbildung und ihre Fähigkeiten dazu ein, für die Mitwirkung von Frauen bei der Entscheidungsfindung und für die Stärkung von Frauen aus allen Bevölkerungsschichten einzutreten. Asha Elmi ist eine wichtige Kontaktperson zu den im somalischen Friedensprozess mitwirkenden Gruppierungen.

Asha Elmi glaubt fest daran, dass der Beitrag von Frauen den Frieden und politische Prozesse voranbringen und Somalias Entwicklung als stabilen, demokratischen und wettbewerbsfähigen Staat sichern wird. Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt sie sich dafür ein, dass somalische Frauen ihre Rechte in Friedensverhandlungen und bei der politischen Entscheidungsfindung geltend machen können. Sie hat ohne Unterlass auf einen gangbaren Frieden für ihr Land, die Ingangsetzung des Friedensprozesses und die Verbesserung der Rechte und Lebensbedingungen von Frauen in Somalia hingearbeitet. 1986 schloss sie ihr Wirtschaftsstudium an der Nationalen Universität Somalias (SNU) ab, 1991 erlangte sie einen Master in Management und Organisationsentwicklung sowie einen zweiten Master in Betriebswirtschaft bei der United States International University (USIU) in Nairobi, Kenia. Schon während ihres Studiums waren ihre Führungsqualitäten erkennbar. Sie wurde zur Vorsitzenden der Studentenvereinigung der SNU gewählt. Während ihres Graduiertenstudiums nahm sie für kurze Zeit eine Stelle im Finanzministerium der somalischen Regierung an. Ihr Engagement für Frieden und Gender-Fragen ließen sie aber in den zivilgesellschaftlichen Bereich wechseln.
1992 sind Asha Elmi und eine Kerngruppe intellektueller Frauen, die einen Querschnitt der somalischen Gesellschaft umfassten, ein Engagement eingegangen, aus der später dann Rettet die Somalischen Frauen und Kinder werden sollte. Ashas Vision für Somalia begann zu keimen und blühte schließlich auf, trotz der stets widrigen und gar feindseligen Umstände. Sie ist nicht nur überzeugt, dass Frauen zum Friedensprozess beitragen können, sondern dass ihr Beitrag sogar unentbehrlich dafür ist, ein nachhaltiges Friedensabkommen für die Zukunft ihres Landes auszuarbeiten. In der Anfangsphase des Einsatzprogramms von SSWC sahen die Warlords darin einen Grund zur Verärgerung.

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