Teresa Columba Ulloa Ziaurriz(Mexiko)


Peacewomen«Wir sollten lernen, Menschen über Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu unterrichten, ohne Diskriminierung, ohne geschlechtsspezifische Gewalt.»
Teresa wurde nach ihrer Großmutter benannt. Ihre Tochter trägt den Namen ihrer Mutter. Drei entscheidende Frauen in ihrem Leben: Die ersten beiden geben ihr Kraft und das kleine Mädchen macht sie glücklich, um zu kämpfen. Mit 20 Jahren wurde sie zur Generalsekretärin einer Gewerkschaft gewählt. Ihr Vater war enttäuscht: “So viel Mühe – für dies”, sagte er. Teresa Ulloa würde “dies” nie aufgeben. Seitdem hat sie arme Frauen und Kinder in mexikanischen Gerichten verteidigt, auf den Straßen und in den Gemeinden. “Es gibt so viele von ihnen, wir dürfen nicht aufhören”, bestätigt sie.
“Ich habe meine Knie dabei verschlissen, in diesem Land herumzulaufen, und habe es wirtschaftlich oft schwer gehabt.” Teresa Ulloa hat ganz Mexiko durchquert, um sich mit anderen Frauen zu treffen und ihre Überzeugung zu teilen, dass das Leben nicht in Furcht gelebt werden sollte, von den Behörden die Erfüllung ihrer Pflichten zu fordern und die Menschen über rechtliche Mechanismen und Mittel zur Beseitigung von Gender-Gewalt zu unterrichten. “Ich erinnere mich an ein Treffen in Guerrero im Südwesten des Landes. Ich musste sieben Militärkontrollpunkte passieren, jedes Mal wollten sie mir meine Materialien wegnehmen. Umzingelt von Panzern, trafen wir uns mit den Frauen. Paradoxerweise sprach ich mit ihnen über ihr Recht, ohne Gewalt zu leben. Der Mut, den sie zeigten, gab mir Mut zurück.”
Mit 54 Jahren auf ihren Gehstock gelehnt, sagt sie: “Frieden liegt in der Möglichkeit eines Lebens bar jeglicher Form von Gewalt. Ein solches Leben ist nur durch Dialog und Gerechtigkeit möglich, innerhalb von Nationen und zwischen ihnen. Eine friedliche Zukunft kommt mit dem Verschwinden der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Das beginnt im täglichen Leben und muss jeden Tag weitergehen.” Als Gewerkschaftlerin schloss sie sich der feministischen Bewegung an und hat von dort Prozesse zur Verteidigung Tausender misshandelter Frauen und Mädchen ausgefochten. Sie hat unschuldige Frauen aus dem Gefängnis befreit und männliche Angreifer hinter Gitter gebracht. “Ich entdeckte Dinge von lebenswichtiger Bedeutung für mich selbst und nun hat das Leben mir das segensreiche Geschenk einer späten Mutterschaft gemacht. Meine Tochter gibt meinem Kampf und meiner ganzen Existenz einen Sinn. Die kleinen Mädchen dieser Welt brauchen meinen stetigen Kampf am meisten.” In den letzten fünf Jahren hat sie sich ausschließlich dem Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern in Lateinamerika und der Karibik gewidmet.
Popular Defenders, A.C. (Volksverteidiger/-innen)
Lateinamerika und die Karibik | Mexiko

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