Wei Cheng (China)


 

Peacewomen

«Ich bin Partei- und Gesellschaftsmitglied und tue, was ich denke. Wenn Menschen meine Vision teilen, werden auch sie handeln; wenn sie aber denken, dass es das Problem eines anderen ist, wird keiner etwas tun.»

Cheng Wei (54) verließ ihren gesicherten Arbeitsplatz und ihr Zuhause, um in ein abgelegenes Dorf in der Shanxi-Provinz in China zu ziehen. Sie investierte ihre ganze Kraft – und ihr eigenes Geld – in die Entwicklung der Wirtschaft und Kultur dieser Gegend, mit dem Schwerpunkt auf Straßenbau, Elektrizität und Wasservorräte, Schulen und den Ankauf von Bäumen und Saatgut.

Cheng Wei schloss sich 1968 mit 18 Jahren dem Produktionsteam im Fensi-Distrikt, Shanxi-Provinz an. Nach ihrem Diplom in Chemie an der Qinghua-Universität wollte sie im Fensi-Distrikt arbeiten. Ende 1978 folgte ihre Versetzung als Chemielehrerin an eine Sekundarschule in Peking. Seit 1997 arbeitet sie auf eigene Kosten für die Linderung der Armut in Jinyita-Dorf, Yuchun-Kreis, Daning-Distrikt in der Shanxi-Provinz. In acht Jahren ließ sie mehr als zehn Kilometer Straßen bauen, damit die Dorfbewohner und -bewohnerinnen ihre landwirtschaftlichen Nebenprodukte ausführen und somit ihr Einkommen steigern konnten. Sie ließ auch eine Schule für mehr als 50 Schüler/-innen bauen. Kerosinlampen wurden nach dem Anschluss an die Stromversorgung abgeschafft. Sie hat die Regierung dazu bewogen, Telekommunikationsmasten zu bauen und löste damit das Kommunikationsproblem der lokalen Bauernschaft innerhalb eines mehrere Dutzend Quadratkilometer umfassenden Gebietes. Durch die verbesserte Koordination wurde der Verkauf der landwirtschaftlichen Nebenprodukte angekurbelt. Auch die Viehzucht profitierte davon, da nun die veterinärärztliche Versorgung zugänglich war. Durch neu eingeführte Technologien zur Bewässerung der Felder und für die Brunnenbohrung wurde der Wasserbedarf von Mensch und Tier gedeckt. Cheng Wei hat die Bauernschaft mit hochwertigem Saatgut, Bäumen und Schafen versorgt. Neue Methoden der Forstwirtschaft und Viehzucht führten zu großen Verbesserung der Lebensbedingungen und der Ökologie.
Nach acht Jahren Arbeit ist nun die Zeit des Tourismus gekommen, für den die Infrastruktur bereits angelegt ist. Einladungen zu Investitionen in die Tourismusentwicklung für die Erlong-Bergregion bestehen bereits, um das Programm zur Linderung der Armut fortzusetzen.
Cheng’s aufopfernde Initiative hat zu einer grüneren Umwelt, besseren Ökologie und einem höheren Lebensstandard der Menschen beigetragen.

Jinyita Village, Daning Country, Shanxi Province, China (Jinyita-Dorf, Daning-Distrikt, Shanxi-Provinz, China)
Ostasien | China

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