Lázara Lizette Vila Espina (Kuba)


Peacewomen

«Der Frieden braucht keine Tauben. Er braucht Männer und Frauen mit gutem Willen.»

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Lizette Vila mit aller Kraft für den Frieden und den Respekt für die Vielfältigkeit innerhalb einer Gesellschaft. In Havanna hat sie ein Projekt ins Leben gerufen, das sich Projekt Friedenstaube nennt. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensweise der Menschen zu verändern, die Vielfältigkeit innerhalb der Gesellschaft zu fördern und so eine Kultur des Friedens zu schaffen.

Lizette Vila wurde in El Cerro geboren, einem Armenviertel von Havanna, in einer Familie, die ihre künstlerische Ausbildung unterstützte. Nach dem Studium wurde sie musikalische Beraterin. Sie macht Dokumentationen, Filme, Fernsehshows und Videos. Ihre audiovisuelle Arbeit beschäftigt sich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und dem menschlichen Leid in allen Formen. Sie hat eine weite Berufserfahrung und mehr als 50 Preise im In- und Ausland erhalten. In vielen Dokumentationen zu humanistischen Themen und anderen zur Förderung der Gesundheitsvorsorge führte sie Regie. Ihre Berufung beschreibt Lizette wie folgt: “Die Motivation für meine Arbeit ziehe ich aus meinen Gefühlen, die durch das menschliche Leid hervorgerufen werden. Die Tag für Tag gemachten Erfahrungen der Ausgrenzung, der wirtschaftlichen Probleme und der vielen verschiedenen Arten von Gewalt und Ungleichheit in der Gesellschaft haben meine Einstellung zum Leben geprägt.”
Lizette hat das Projekt Palomas (eine gemeinnützige soziale und kulturelle Organisation) mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Lebensweise der Menschen zu verändern und die Vielfalt in der Gesellschaft zu fördern, um eine Kultur des Friedens zu schaffen. Aus dem Projekt entwickeln sich kulturelle Treffen, bekannt als Friedenstreffen, bei denen Menschen Gedanken und Gefühle austauschen mit dem Ziel, Harmonie zu fördern, die zu einer nachhaltigen menschlichen Entwicklung führt. Dieser kubanischen Dokumentarfilmerin ist es gelungen, ihre besondere Sensibilität gegenüber dem menschlichen Leid mit einem reichen künstlerischen Hintergrund zu verbinden, indem sie beide dem Dienst an den besonders verletzlichen Menschen unserer Gesellschaft widmet: Kinder, Jugendliche, junge Menschen mit Krebs, Erbkrankheiten und körperlicher oder geistiger Behinderung, Frauen, Transvestiten mit HIV oder Aids, ältere Menschen und Frauen mit Alkohol- oder Gewichtsproblemen.

Proyecto Palomas (Projekt Friedenstaube)
Lateinamerika und die Karibik | Kuba

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