
«Majida Rizvi, die erste Frau, die zur Richterin eines hohen Gerichts in Pakistan ernannt wurde, kämpft unermüdlich für Gender-Gleichheit, indem sie vernachlässigte Verfassungsvorgaben für Frauen durchsetzt.»
Majida Rizvi (geb. 1937) hat die einzigartige Ehre, die erste Frau zu sein, die als Richterin an einem hohen Gericht in Pakistan dient. Majida ist als unermüdliche Kämpferin für die gesetzlichen Rechte der Frauen in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten ein Vorbild für junge Anwältinnen gewesen. In ihrer momentanen Position als Vorsitzende der Nationalen Kommission für den Status der Frauen in Pakistan hat sie hart gearbeitet, um Politiker/-innen, andere Meinungsmacher/-innen und die Öffentlichkeit über die dringende Notwendigkeit der Reform einer Menge Gesetze zu informieren, die Frauen diskriminieren.
Als Majida Rizvis Familie schließlich nachgab, wurde die Rechts- und Politikwissenschaftlerin aus Karaschi in den 1960ern Anwältin – in einer Zeit als Anwältinnen selten waren. Majida erinnert sich an den Tag, als ein Klient offen skeptisch war. “Was wird dieses Mädchen tun?“, fragte er einen ihrer Vorgesetzten. Als der Fall des Klienten vor Gericht kam, war der ältere Anwalt beschäftigt, so dass Majida ihn verhandelte – und gewann. Der Klient entschuldigte sich. Solche Erfahrungen halfen, Majida zur Kämpferin für Gender-Gleichheit zu machen. Nachdem sie 1994 zur Richterin des Hohen Gerichts Sindh ernannt wurde, fällte sie Grundsatzentscheidungen, die die Rechte von Frauen gegen diskriminierende und nicht mit der Verfassung zu vereinbarende Staatspraktiken bestätigen. Als Vorsitzende der staatlichen Nationalen Kommission für den Status von Frauen in Pakistan reist Majida durch das ganze Land und sammelt Daten über Gesetze, die Frauen diskriminieren. Sie hält auch Seminare und Workshops ab, um sich mit verschiedenen Gruppen über dieses Thema auszutauschen.
Majidas Meinung ist, dass der Islam Frauen Rechte gewährt, die ihnen durch die Gesetze, die momentan in Pakistan in Kraft sind, vorenthalten werden. Ihr größter Erfolg ist es, die Diskussion über diese Themen an die Spitze des nationalen Lebens gebracht zu haben. Das Parlament hat sie auf seine Agenda gesetzt und der Präsident und der Premierminister wurden gezwungen, nach weiteren Studien und Forschungen zu verlangen.
Majida geriet manchmal mit dem religiösen Establishment aneinander, das gegen den Widerruf von Gesetzen wie dem “Hudood-Erlass” stand, die im Namen des Islams durch das Kriegsrechtsregime eingeführt wurde. Religiöse Gruppen, die sich Majidas Argumenten entgegensetzten, haben ihre eigene “negative Recherche“ über dieses Thema durchgeführt. Obwohl ihre Sicherheit manchmal bedroht war, hat es sie unbeeindruckt gelassen.
Majidas Meinung ist, dass der Islam Frauen Rechte gewährt, die ihnen durch die Gesetze, die momentan in Pakistan in Kraft sind, vorenthalten werden. Ihr größter Erfolg ist es, die Diskussion über diese Themen an die Spitze des nationalen Lebens gebracht zu haben. Das Parlament hat sie auf seine Agenda gesetzt und der Präsident und der Premierminister wurden gezwungen, nach weiteren Studien und Forschungen zu verlangen.
Majida geriet manchmal mit dem religiösen Establishment aneinander, das gegen den Widerruf von Gesetzen wie dem “Hudood-Erlass” stand, die im Namen des Islams durch das Kriegsrechtsregime eingeführt wurde. Religiöse Gruppen, die sich Majidas Argumenten entgegensetzten, haben ihre eigene “negative Recherche“ über dieses Thema durchgeführt. Obwohl ihre Sicherheit manchmal bedroht war, hat es sie unbeeindruckt gelassen.
National Commission for the Status of Women in Pakistan (Nationale Kommission für den Status der Frauen in Pakistan)
Südasien | Pakistan
