Susan Sygall (Vereinigten Staaten von Amerika)


 

Peacewomen

«Ich habe selbst unglaublich viel Glück gehabt. Wunderbare Ereignisse in meinem Leben haben es mir ermöglicht zu tun, woran mein Herz hängt, und das hat Auswirkungen gehabt.»

Susan Sygall ist eine international anerkannte Expertin für Führungsprogramme und internationalen Bildungsaustausch für behinderte Menschen, vorwiegend für Frauen. Von ihrem Rollstuhl aus inspiriert sie andere, mehr zu erreichen, als sie selbst – und die Gesellschaft – für möglich hielten. Sie hat das Leben zahlloser Frauen verändert, oft in den abgelegensten Teilen der Welt. Sie ist Mitbegründerin von Verbänden für behinderte Menschen: Koalition Behinderter Frauen, das Berkeley Outreach Recreation Program (Erholungsprogramm) und Mobility International USA, wo sie geschäftsführende Direktorin ist.

Susan Sygall war Studentin an der Universität Queensland in Brisbane, Australien, mit einem Rotary-Stipendium, als ihr zweierlei auffiel: erstens, dass internationaler Austausch das Leben verändert und zweitens, dass behinderte Menschen in der Regel nicht an solchen Programmen beteiligt waren. Sie wusste, dass sie die Kraft hatte, die Dinge zu ändern. Während sie ihren Master in Rehabilitationstherapie an der Universität Oregon machte, wurde sie Mitbegründerin von Mobility International USA (MIUSA). MIUSA organisierte zunächst ein internationales Workcamp für den Bau eines behindertengerechten Systems von Wanderwegen und eines Ferienlagers bei Eugene, Oregon. Heute, 24 Jahre später, arbeitet die Organisation mit 80 Ländern zusammen und hat Austauschprogramme für mehr als 2.000 Menschen mit Behinderungen angeboten. MIUSA unterhält Austauschprogramme mit Japan, Mexiko, Costa Rica, England, Usbekistan, Vietnam und anderen Ländern.
Wenn Susan ein Projekt angeht, verschwinden die Hindernisse. Voller Unternehmungsgeist ist sie als Rucksacktouristin durch Europa und Israel gereist, per Autostop durch Neuseeland und mit Linienbussen durch Mexiko, Guatemala, Indonesien und Thailand. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt behinderten Frauen. Sie ist Mitbegründerin der Vereinigung Behinderter Frauen, initiierte 1995 das Internationale Symposium über Behinderte Frauen in Peking, 1997 das Fraueninstitut für Führungsqualitäten und Behinderung und 1998 das Internationale Symposium zum Thema Mikrokredite für Behinderte Frauen. Es nützt allen, wenn Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Von Susans Arbeit profitieren Regierungsbeamte und -beamtinnen, Lehrer und Lehrerinnen, Jugendliche, Familien und Menschen, die die Politik gestalten.

Mobility International USA (MIUSA) (Mobilität International USA);
National Clearinghouse on Disability and Exchanges (NCDE) (Staatliche Zentralstelle für Behinderung und Austauschprogramme); Disabled Women’s Coalition (Koalition Behinderter Frauen)
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