
«Die Schwesternschaft von Frauen war für die Gründung der feministischen Bewegung in Brasilien entscheidend. Das ist auch der Grund, aus dem die Bewegung nach 30 Jahren noch immer stark ist. »
Leila Linhares Barsted (1945) war im Jurastudium, als sie ihren linken politischen Kampfgeist entdeckte. Sie verteidigte politische Gefangene, die Opfer der Militärdiktatur des Landes waren. 1975 war sie an der Gründung der Ceres Gruppe beteiligt, Vorreiterin des neuen brasilianischen Feminismus und für die Aktivierung der Bewegung in vielen brasilianischen Staaten verantwortlich. 1990 gründete sie CEPIA, eine Nichtregierungsorganisation, die sich im Bereich der Frauenrechte engagiert.
Sie wuchs in einer Familie mit drei Brüdern und drei Schwestern auf und es war die ungleiche Behandlung von Jungen und Mädchen durch die Eltern, die Leila Linhares erkennen ließ, dass Männer und Frauen nicht gleich sind. Leilas feministisches Engagement war die Antwort auf die Fragen, die ihr politischer Kampfgeist nicht beantworten konnte. “Im Kampf gegen die Diktatur kam das Thema Gender nicht vor”, erinnert sie sich. Viele Jahre später, bei der ersten internationalen UN-Frauenkonferenz, war es das Thema der Gewalt, das Leila bewegte. “Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen wird noch immer von Gewalt bestimmt. Frauen sind allein deswegen Opfer, weil sie Frauen sind, vor allem im Fall sexueller Gewalt und in der Ehe”, sagt sie. Leila war zu Beginn der 1980er Jahre an der Gründung der ersten Staatsräte für Verteidigung beteiligt, als das Land begann, die Luft der Re-Demokratisierung zu schnuppern. Heute ist sie Teil einer Gruppe von Anwälten/-innen, die neue Vorschläge zur Strafe bei häuslicher Gewalt ausarbeiten. Das herrschende brasilianische Gesetz sieht geringe Strafen für männliche Aggressoren vor.
Leila ist an der Staatskommission für Frauensicherheit beteiligt, die geschaffen wurde, um die Regierung zum Beispiel bei der Bereitstellung von Frauenhäusern für Gewaltopfer, Gesundheitszentren und spezialisierten Polizeirevieren zu überwachen und Druck auszuüben. Bei CEPIA (Bürgerrecht, Ausbildung, Forschung, Information und Aktion) steht ein anderer wichtiger Punkt auf ihrer Tagesordnung: der Kampf um die Legalisierung der Abtreibung. Als Direktorin der NGO engagiert sich Leila bei den “Reisen für eine legale und sichere Abtreibung”. Sie wurde in Rio geboren und ist Mutter von drei Kindern und Großmutter eines Mädchens. Ihrer Enkelin hat sie beigebracht, einen Satz zu sprechen, den sie für grundlegend erachtet: “Männer und Frauen haben die gleichen Rechte.”
Leila ist an der Staatskommission für Frauensicherheit beteiligt, die geschaffen wurde, um die Regierung zum Beispiel bei der Bereitstellung von Frauenhäusern für Gewaltopfer, Gesundheitszentren und spezialisierten Polizeirevieren zu überwachen und Druck auszuüben. Bei CEPIA (Bürgerrecht, Ausbildung, Forschung, Information und Aktion) steht ein anderer wichtiger Punkt auf ihrer Tagesordnung: der Kampf um die Legalisierung der Abtreibung. Als Direktorin der NGO engagiert sich Leila bei den “Reisen für eine legale und sichere Abtreibung”. Sie wurde in Rio geboren und ist Mutter von drei Kindern und Großmutter eines Mädchens. Ihrer Enkelin hat sie beigebracht, einen Satz zu sprechen, den sie für grundlegend erachtet: “Männer und Frauen haben die gleichen Rechte.”
Cidadania, Estudo, Pesquisa, Informação e Ação (CEPIA) (Bürgerrecht, Ausbildung, Forschung, Information und Aktion)
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