Roma Pauline Guy (Vereinigten Staaten von Amerika)


 

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«Roma Guy lebt ihr Leben auf tiefgründige und friedliche Weise. Ihre strategische Vision, ihre Stärke und ihre Weisheit helfen, eine Welt zu schaffen, die alle wirklich mit einschließt. Diane Sabin»

Roma Pauline Guy, Aktivistin für soziale Gerechtigkeit und wegbereitend in Sachen öffentliche Gesundheit, Frauenrechte, Armut und Obdachlosigkeit, hat immer für ein besseres Leben von Frauen gearbeitet. Sie war Mitgründerin des San Francisco Women’s Building (Frauengebäude) und entwickelte Gemeindeeinrichtungen, u.a. ein Frauenhaus und ein Familienzentrum. Als Mitautorin von “Historical Perspectives on Homelessness, the Police and the Homeless” hat sie das Wohnungswesen als Thema der öffentlichen Gesundheit neu definiert und einen innovativen Lehrplan an der San Francisco State University entwickelt.

Roma ist als ältestes von acht Kindern einer ländlichen französisch-amerikanischen Arbeiterfamilie an der kanadischen Grenze aufgewachsen. Sie besuchte staatliche Schulen und Hochschulen (University of Maine, Orono, Maine; Wayne State University, Detroit, Michigan) und arbeitete neun Jahre in den westafrikanischen Ländern Elfenbeinküste, Togo, Niger und Mali.
Schon in der Schule lernte Roma, Ideen in gemeinsame Aktionen zu verwandeln. Ob durch das Aufstellen von Baseball- und Basketballteams, das Gründen einer Geschichts-AG oder das Anleiten von Antikriegsgruppen, lernte Roma früh, wie sie Brücken bauen konnte über die Unterschiede der Hautfarbe, Herkunft und Einkommen hinweg, die die US-Frauenbewegung oft belasten.
1995 gestaltete Roma mit einigen langjährigen Anführerinnen der Frauen- und Menschenrechtsbewegung die California Women’s Agenda, bei der sie für allgemeine kultur- und sprachkompetente Gesundheitsversorgung und reproduktive Rechte eintritt. Roma konzentriert sich auf sozioökonomische Gerechtigkeit in der Beziehung von Reichtum und Armut: Landnutzung und Besteuerung und Aufbau und Demokratisierung von Gemeinschaften. Sie protestiert gegen Besatzungskriege und die Folgen der Vertreibung, die zu Obdachlosigkeit, Kriminalisierung von Migranten/-innen und weltweite sexuelle Sklaverei führt. Sie tritt dafür ein, dass Menschenrechte eine Priorität in Wahlkämpfen werden, vor allem allgemeine Gesundheitsversorgung, Gleichberechtigung und Sicherheit an öffentlichen Schulen und bezahlbare Unterkünfte. Sie hat sich immer gegen Rassismus und Klassenprivilegien innerhalb der Frauenbewegung gewehrt und dafür gekämpft, die Bewegung offen für alle und Teil einer sich erweiternden Menschenrechtsagenda werden zu lassen. Für das Studium an der San Francisco State University hat sie innovative Studienpläne entwickelt, die Werte, Fähigkeiten und öffentliche Verantwortung verbinden.

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