
«Mrinal Gores Verzicht auf die Medizin zugunsten eines lebenslangen sozialen Engagements war einzigartig im Idealismus nach der Unabhängigkeit und bei der Errichtung eines demokratischen Regierungssystems. »
Als Jugendliche von Mahatma Gandhis Aufruf “Quit India” (Verlasst Indien) beeinflusst, gab Mrinal Gore (geboren 1928) eine viel versprechende medizinische Karriere auf, um sich der Organisation der Armen und Rechtlosen zu widmen. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat sie sich für eine ganze Reihe von Organisationen engagiert und Proteste auf der Straße wie auch direkt in den Korridoren der Macht angeführt, besonders für Frauenrechte, Menschenrechte, Eintracht zwischen Religionsgemeinschaften und Gewerkschaftsaufgaben.
Als junge Frau hat Mrinal Gore ihre medizinische Karriere aufgegeben und begann, hauptamtlich bei Rashtriya Seva Dal zu arbeiten, einem Flügel der Kongresspartei, wo sie Hausfrauen auf sozialpolitische Aufgaben vorbereitete; später trat sie der Sozialistischen Partei (SP) bei. 1950 arbeitete sie als Leiterin von Goregaon Mahila Mandal für den Aufstieg von Frauen in Bombays Außenbezirken; ein Jahr später gründete die Organisation ein Zentrum für Familienplanung. Als Mrinal 1961 in den Magistrat von Bombay gewählt wurde, begann sie den langen, beschwerlichen Kampf für Wasserversorgung und adäquate Wasserquoten für die Scharen der Armen und Untere-Mittelschicht-Bewohner/-innen Bombays. Der Erfolg ließ viele trockene Jahre auf sich warten. 1972 wurde Mrinal als Kandidatin der SP ins Parlament des Bundesstaates Maharashtra gewählt.
Mrinal war 1972 entscheidend an der Einsetzung des Komitees gegen Preiserhöhung beteiligt, das die bis dahin größte Beteiligung von Frauen seit der Unabhängigkeitsbewegung aufgeboten hatte. Mrinal, die vehement gegen den von Premierministerin Indira Gandhi 1995 ausgerufenen drakonischen Notstand protestiert hatte, wurde 1997 ins Indische Parlament gewählt.
1983 gründete Mrinal das Zentrum Swadhar zur Hilfe für die Opfer häuslicher Gewalt sowie das Aktionskomitee gegen Gräueltaten an Frauen. Auch die Organisation Shramjeevi Mahila Sangh wurde unter ihrer Leitung aufgebaut, ausdrücklich für Mitarbeiterinnen, die nicht in der Gewerkschaft aktiv waren. Als sie 1985 in das Parlament des Bundesstaates Maharashtra gewählt wurde, griff sie weiterhin Probleme von Frauen und anderen unterdrückten Mitgliedern der Gesellschaft auf. Ihre bemerkenswerteste legislative Aktion war die Einbringung eines Gesetzes gegen Tests zur Geschlechtsbestimmung, die oft zur Tötung von weiblichen Föten führten. 1986 schließlich untersagte eine Regierungsresolution diese Tests.
Mrinal war 1972 entscheidend an der Einsetzung des Komitees gegen Preiserhöhung beteiligt, das die bis dahin größte Beteiligung von Frauen seit der Unabhängigkeitsbewegung aufgeboten hatte. Mrinal, die vehement gegen den von Premierministerin Indira Gandhi 1995 ausgerufenen drakonischen Notstand protestiert hatte, wurde 1997 ins Indische Parlament gewählt.
1983 gründete Mrinal das Zentrum Swadhar zur Hilfe für die Opfer häuslicher Gewalt sowie das Aktionskomitee gegen Gräueltaten an Frauen. Auch die Organisation Shramjeevi Mahila Sangh wurde unter ihrer Leitung aufgebaut, ausdrücklich für Mitarbeiterinnen, die nicht in der Gewerkschaft aktiv waren. Als sie 1985 in das Parlament des Bundesstaates Maharashtra gewählt wurde, griff sie weiterhin Probleme von Frauen und anderen unterdrückten Mitgliedern der Gesellschaft auf. Ihre bemerkenswerteste legislative Aktion war die Einbringung eines Gesetzes gegen Tests zur Geschlechtsbestimmung, die oft zur Tötung von weiblichen Föten führten. 1986 schließlich untersagte eine Regierungsresolution diese Tests.
Swadhar
Keshav Gore Smarak Trust (KGST)
Keshav Gore Smarak Trust (KGST)
Südasien | Indien
