Shabnam Hashmi(Indien)


Peacewomen
  «Die faschistischen Kräfte sind gut organisiert und gewinnen an Boden. Es ist ein Kampf um die Herzen und Köpfe der Menschen.»

Shabnam Hashmi (geboren 1957) bekämpft seit über 20 Jahren die Religionskonflikte in Indien. Sie war an der Schaffung und dem Betreiben von Sahmat beteiligt, von Künstlern/-innen und Intellektuellen gegründet zum Gedenken an ihren Bruder, der Aktivist war und 1989 bei einer Straßenaufführung ermordet wurde. Nach dem Blutbad von Gujarat verstand sie die Notwendigkeit eines Organs, um der faschistischen Propaganda systematisch zu begegnen. So entstand im März 2003 die NGO ANHAD. Aus der ehrenamtlichen und finanziell begrenzten Arbeit ist Shabnam als Eine-Person-Interessengruppe hervorgetreten.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet Shabnam Hashmi ehrenamtlich an einer Reihe von Themen – Katastrophenbewältigung, Frauenalphabetisierung, Umwelt, Kindererziehung, Gewalt gegen Frauen, Adoption, Rechte der Dalit und Entwicklung eines wissenschaftlichen Ansatzes, mit dem Fokus auf Frieden und Harmonie zwischen den Religionsgruppen. Ihre schöpferische Energie brach sich Bahn, als ihr Bruder, ein Theaterschauspieler, während eines Straßenauftritts ermordet wurde. Ihren Schmerz kanalisierte sie in die Schaffung von Sahmat, einer Organisation vieler prominenter indischer Künstler/-innen und Intellektueller. 15 Jahre lang war sie die motivierende Kraft hinter den Aktivitäten, Ideen und Projekten, die von diesem Kreis gemeinsam ausgingen.
Im März 2003, ein Jahr nach dem Blutbad von Gujarat, gründete Shabnam zusammen mit einigen anderen Intellektuellen und Aktivisten/-innen ANHAD. Die Propaganda faschistischer Vereine hatte die Straßen infiltriert und ANHAD wurde geschaffen, “um diesen Meinungskrieg zu führen”. Das Hauptziel der Organisation war es, einen landesweiten säkularen Kader vorzubereiten und arbeitende soziale und politische Aktivisten/-innen, Basisarbeiter/-innen, Studierende und Jugendliche auszustatten, um der Ideologie des Hasses entgegenzutreten.
Mit den Jahren hat Shabnam ihren Anteil an Erfolgen und Niederlagen erfahren. Sowohl während der Kindheit wie auch im Erwachsenenalter konnten die Lebensentscheidungen ihrer Eltern und später ihre eigenen keine finanzielle Stabilität sichern. Ihre beharrliche und schrille Kritik des Parteigeists in der Politik hat ihr viele Widersacher geschaffen. Sie wurde auch mehrmals körperlich angegriffen. Aus all dem ist Shabnam als Eine-Person-Interessengruppe hervorgegangen.

Act Now for Harmony and Democracy (ANHAD) (Handle Jetzt für Harmonie und Demokratie)
Südasien | Indien

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